Mittwoch, 31. Dezember 2008

Das Jahr nähert sich dem Ende...

Im Moment ist es hier oben Bitterkalt, ständig um die -20°C, nicht ganz aber fast. Und es ist dunkel... Eine ungünstige Kombination, die zu extrem langen Schlafenszeiten und einem eher unkonventionellen Tagesablauf führt. Aufstehen ist ein guter Plan, aber doch nicht vor zwölf!!! Es ist doch so gemütlich im Bett und außerdem dunkel draußen und kalt. 
Außerdem fängt man bedingt durch langes schlafen auch alles andere später an. Vorgestern war wieder so ein Tag, den ganzen lieben langen Tag ist nichts passsiert. UM neune dachte ich mir, springst nochmal unter die Dusche und gehst ausnahmsweise mal früh zu Bett. Gerade komm ich aus dem Bad gestolpert, sitzen die anderen in der Küche und diskutieren, ob sie noch eine Scootertour machen sollen. Ich denke mir, ach ne ist schon spät. Aber wie sie da so sitzen und diskutieren, lasse ich mich doch überzeugen mitzukommen. Was zieht man nur an bei -20° und dazu noch auf dem Scooter. Dicke Stiefel, nen fetten Anzug, ne Sturmhaube, ne Skibrille, nen Helm. Da ist einem mollig warm, auch wenn man mit dem Scooter durch die Gegend heizt. Praktischerweise haben die Dinger auch geheizte Griffe, ein sehr praktisches Gimmick. Lawinenkram haben wir auch mal mitgenommen, was man hat, das hat man.
Unsere Tour führte uns über den Longyearbreen, durchs Fardalen , Bødalen, Todalen und schlussendlich durchs Adventdalen. Scooterfahren macht schon verdammt viel Spaß.


Unser Gefährt hat leider keinen Tacho, aber über einen Hubbel sind wir nett rübergesprungen mit unserem Funkensprühenden Monster (wenn man mal wieder einen Stein mitgenommen haben). Bei dem kleinen Kringel haben wir nicht so ganz gewusst welcher Weg der Richtige sein könnte, da sich der Scootertrack dort teilte. Ein GPS zeigte an Stelle von Koordinaten nur einen Punkt relativ zu anderen auf einer "Karte" an an Stelle von brauchbaren Koordinaten. Aber das war nur eine kurze Orinetierungslosigkeit, die Dank der Serne und Longyearbyens Licht schnell geklärt wurde.
Leider haben diese Dinge auch schlecht Seiten, z.B. wenn man an einem Hang entlang fahren will. Kurz bevor wir dann zu Hause waren, schon im Örtchen, hätte ich das Ding doch noch fast umgeschmissen. Eine Kufe war schon in der Luft. War einfach zu langsam. Ist aber nochmal gut gegangen :-D Ob ich jemals noch mal einen Scooter fahren darf...???
Aber wir kriegen ja noch SCootertraining :-D
Um 1:30 waren wir wieder daheim. Da hab ich dann noch schnell was gekocht, während die anderen ihre Scooter gehegt und gepflegt haben. Um viere ging es dann zu Bett. Kein Wunder, dass ich immer so lange schlafe.

So denn wünsche ich euch ein frohes neues Jahr eingeläutet mit lauter bunten Raketen und riesen TamTam. Mal sehen was Longyearbyen auf die Beine stellt. Villeicht teste ich mal meinen Signalpen...

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