Donnerstag, 23. April 2009

Pyramiden

Als der Richard noch hier war haben wir einen Ausflug nach Pyramiden gemacht. Nein, nicht die von Gizeh, sondern die alte russische Bergarbeiter Siedlung im Billefjorden nördlich von Longyearbyen.



In Pyramiden wurde bis 1998 Kohle abgebaut und danach die Stadt innerhalb kürzester Zeit komplett verlassen, also eine echte Geisterstadt und somit touristische Attraktion für entdeckungslustige Studenten.
Dorthin kommt man im Winter, hier ist es wie in Clausthal, zwei Jahreszeiten reichen völlig aus, am besten mit dem Scooter. IN Ermangelung eines eigenen Gefährtes, haben wir uns einen schönen funktionierenden Scooter mit Handheizung auch für den Beifahrer ausgeliehen. Das macht das Reisen für alle beide zu einem warmen Genuss, da der Hintermann eh schon genug leidet bei all den kleinen Buckeln auf der Scooterautobahn. Begleitet wurden wir von ein Paar Freunden genauer gesagt 3, da alleine mit dem Scooter loszuziehen keine gute Idee ist. Sie sind eben nur Rasenmäher und neigen dazu, einfach kaputt zu gehen, einzufrieren oder bockig zu sein. Es gibt kaum jemanden, dessen Scooter noch nicht laienhaft oder fachmännisch wieder zusammgeflickt wurde.
Das Wetter war bombastisch: Sonnenschein, Sonnenschein, Sonnenschein, wohin das Auge reicht. Nur die Temperaturen waren eher kühl und ein bisschen Wind sorgt auch für ein gesteigertes Kälte empfinden.
Also los über die Scooterautobahn des Adventdalen, Autobahndreieck Helvetiadalen nicht verpassen und nach Templet einordnen.
Hindurch durch die beiden breiten Täler Helvetiadalen und DeGeerdalen. Letzteres endet mit einer fantastischen Aussicht auf Seeeis und den Berg Templet, der dem Tempelfjorden seinen Namen gibt.



Von da aus weiter über das Eis in Richtung des Tales links des Tempelberges. Kurz über Land um die Ecke hinein in den Billefjord. Der direkte Weg über das Eis scheitert am brüchigen Seeeis in der Region der Landzunge. Dann weiter übers Eis direkt auf Pyramiden zu. Immernoch ist der Weg ein breiter Highway, schließlich ist das Wetter seit Tagen gut und das Seeeis außergewöhnlich gut im Vergleich zu den letzten Jahren.
Angekommen in Pyramiden stellen wir die Scooter ab und erkunden den Ort zu Fuß, während alle anderen mit dem Scooter durch die Gegend heizen. Typisch Touristen.



Darf in einer russischen Siedlung natürlich nicht fehlen, der nördlichste Lenin der Welt. Hier noch der Namensgebene Berg und Impression der Stadt.





Da der Leihscooter irgendwann wieder zurück musste haben wir uns nach einer Inspektion des Schwimmbades wieder auf den Heimweg gemacht. Doch bevor es ganz nach Hause geht, sind wir noch zur nahegelegenen Gletscherfront gedüst. Imposant wie so eine steile Gletscherfront direkt ins Eis/Wasser endet.



Dann gings auch schon wieder ab nach HAuse aus Zeitmangel den gleichen Weg, aber als Ausgleich gabs noch die Eisbären. Eine Mutter mit ihrem Jungen. Immer, wenn ich die Petze sehe sind es zwei, ein kleiner und ein großer. Also noch ein bisschen Eisbären geschaut und ab nach Hause, wo ein schöner TAg mit gemeinsamen Pizzaessen abgerundet wurde.

2 Kommentare:

  1. Wat? Wie geil ist das denn? Dicke Tour bei perfektem Wetter und denn noch ne Eisbärenfamilie gesehen? Nu ist aber echt genug ;-)

    Gruß in den Norden,

    Nils

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  2. Jaja, die dicke Kreuzfahrt kommt nächste Woche an die Reihe
    => Arctic experts of tomorrow

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