Sonntag, 2. Juni 2013

Die eisige Unterwelt

Unverhofft kommt oft und so ging es spontan am Donnerstagabend nach dem Abendessen (was es schon um 16:30 gibt...) auf zur Eishöhle des Brøggerbreen. Eishöhlen sind Schmelzwasserkanäle, die im Winter einfrieren und mit einer Schneeschicht bedeckt werden. Freundliche Menschen haben am Vortag ein Loch gegraben, durch welches wir uns in die Unterwelt hinablassen können.
Eingang zur Unterwelt
Die Scooter dienen dabei als Ankerpunkt fürs abseilen. Bevor es losgeht, nocheinmal schnell darüber nachgedacht, wie das eigentlich war mit Abseilen, Flaschenzug usw. Und auf geht es. Zuerst verschwinden zwei Kollegen und gucken sich um. Ihre Berichte hören sich spannend an und dann geht es auch für mich und meinen Kollegen Guillaume hinein ins ungewisse.
Nach dem Einstieg geht es fünf Meter fast senkrecht hinuter, bevor wir auf dem eisigen Grund des Schelzwasserkanals stehen. Dort geht es entlang beeindruckender Eisformationen entlang
Hinunter ins Glück und Hinauf mit Schweiß
 Das sieht nicht nur nach Arbeit aus beim Wiederauskommen, das ist wirklich anstrengend sich dort hoch zu "prussiken".
Eisformationen

Höhlenforscher Wiebke
Die Höhle ist nicht wirklich groß, aber hat einige beeindruckende Eisformationen zu bieten und endet an einem Loch, vermutlich einem Moulin (deutsch auch Gletschermühle), dessen Tiefe nicht abzuschätzen ist. Moulins sind Kreisförmige Löcher im Gletschereis, durch die das Wasser in die Tiefe rauscht. Leider ist das Fotografieren unter Tage nicht besonders einfach... aber es ist total beeindruckend.

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