Wir sind zu viert mit 2 2er Seekajaks unterwegs gewesen. Dem Studentenequipment sei dank waren wir alle mit 2cm Isomatten, wasserdichten Säcken und einem Zelt ausgestattet, die allerdings schon sehr viele löcher hatten... Nichts desto trotz alles in die Kaus gestopft und losgepaddelt. Die See war spiegelglatt und auch hinter dem Leuchtturm an der "Ecke" wares noch schön ruhig. So erreichten wir mit eionem Zwischenstopp im Björndalen, um die Sudentenhütte zu besichtigen, nach 4,5 Stunden Grumant. Außer uns befanden sich zu diesem Zeitpunkt bestimmt 20!! Unismitarbeiter auf Photosafari(ja sie hatten alle einen Photoapparat) und noch drei weitere Menschen in der für eine gottverlassene Gegend gehaltene Siedlung. Nach dem uns epfohlen wurde ein Satellitentelefon mitzunehmen, welches wir nicht bekamen, weil dort angeblich ein Handy völlig ausreichend sei, stellten wir erstaunt fest, dass das Handy mitten in der Pampa tatsächlich vollen Empfang hatte.
Das ist Grumant von oben.
Eines dieser Häuser wurde unser Fünf-Sterne-Blick-Hotel und zwar das ganz rechte auf dem Bild. Und so sieht es von vorne aus.
Sieht doch ganz passabel aus, oder. Unser Zimmer mit dem fantastischen Blick aufs Meer befand sich eisbärensicher im 2.Stock.
Wendet man sich jedoch einer genaueren Betrachtung unserer Unterkunft zu, ist leider festzustellen, dass dieses Haus seine besten Tage schon längst hinter sich hat, genau wie alle anderen in dieser Siedlung auch. So zu Beispiel unsere Schlaflounge:
Das der Putz von der Decke bröselte hat unserem Spaß auch keinen Abbruch getan, immerhin hatten wir ncoh etwas wie eine vor Wetterschützende Decke über unseren Köpfen. Für die Bausubstanz hätte unsere Bleibe nichteinmal negativ-unendlich-viele Sterne bekommen: keine Fenster, Löcher im Fußboden, putz von den Wänden gefallen, fehlende sanitäre Einrichtungen, aber drei Stühle :-D
Der Strand war unsere Wohnküche auf der wir mit Kohle einen Herd und Ofen betrieben haben. der Nachteile guter nasser Spitzbergenkohle ist, dass sie sehr lange braucht bevor sie angeht und danach ziemlich doll vor sich hin stickt und uns alle zu kleinen Räuchermännchen verwandelt hat.
Am nächsten Tag haben wir dann einen Ausflug auf den nördlichen Hügel gemacht. Dort ht es dann mächtigt gestürmt und geregnet hat es auch, aber wenn man schon mal da ist, muss man auch was unternehmen und schließlich konnten wir uns an unserem lächerlich kleinen Feuer ja wieder aufwärmen. Unterwegs gab es auffallend viele Reliquien russischer Bohraktivität, wie Kästen voller Bohrkerne (irgendjemand erzählte mir mal, dass Bohrkerne ziemlich teuer seien) und noch ein fast intakter Bohrturm mitten
auf dem Hügel.
Am Abend gab es wieder Feuer und Nudeln zu futtern. Für den Tag war zudem stärkerer Wellengang vorhergesagt, der dann am Abend als schwarze Front auf dem Wasser immer näher kam. Am nächsten morgen machten wir uns wieder auf den Heimweg, die Wellen waren gerade ncoh im erträglichen Rahmen und erreichten manchmal fast 2m, so dass die anderen in den Tälern verschwanden. Zudem kommt man in diesen riesigen Wellen gefühlt extrem langsam voran. Außerdem schein ich nciht als Steuermann geeignet, da ich einfach nicht das Tempo meines Vordermannes halten konnte, ich war immer schneller vor allem wenn ich beim Paddeln vor mich hin geträumt hab. Aber dennoch haben wir nur 3,5 stunden zurück gebraucht und waren alle froh heil wieder angekommen zu sein. Dort erstmal die Sachen zum Lüften in den Wind gehängt und um uns dnn richtig fertig zu machen noch eine Runde Kanupolo gespielt.
War ein richtig schönes Wochenende und wir waren alle froh, dass uns diesmal kein Eisbär über den Weg gelaufen ist.
Meine coole schwester :-)
AntwortenLöschen