So wie der geneigte Betrachter festgestellt haben mag, haben wir unser geplantes Ziel den Trollsteinen nicht erreicht denn dieser versteckte sich zu dieser Zeit in einer Wolke und die Aussicht auf keine Aussicht ließ uns (Thor-Björn, unser "Führerin" Aino und mich) die nächsten paar hundert Höhenmeter verschmähen und den Gletscher in RichtungSarkofagen queren. Vorher war ich noch nie auf einem Gletscher spazierengegangen und wir hatte auch nichts dabei, was sonst in den Rucksack gehört, wenn man auf Gletschern spazieren geht, denn alle Spalten sind soweit bekannt und jeder weiß wo sie sind. Da die Geltscher hier oben sich normalerweise nicht bewegen, gibt es auch nicht so viele Spalten. Wenn sie sich dann mal bewegen schaffen sie bis zu einige zehn Meter am Tag. Nun aber zu der Aussicht die unsere Route änderte:
Nun zog es uns auf den Sarkofagen, hat tatsächlich ein wenig Ähnlichkeit mit einem Sarkofag... Nachteil dieses Platzes mit seiner schönen Aussicht auf Longyearbyen sind die vielen Touristen, die sich einen bewaffneten Führer für viel Geld geliehen haben. Unsere Führerin hat auch eine eigene Waffe, die uns diesen wunderbaren Ausblick und das Erlebnis Gletscher bescherrte. Ihr erinnert euch bestimmt daran, dass ein gewisser weißer Petz die Mitnahme einer Waffe erzwingt. Von da oben hat man nun tatsächlich einen tollen Ausblick auf mein neues Heimatdorf:
Bevor die nächste Touristenschar den Gipfel erreichte, sind wir schnell wieder hinuntergekrabbelt und zwar auf dem zweiten Gletscher (Longyearbreen).
Der hatte einen Schmelzwasserkanal, den es zu überqueren galt. Da Aino scheinbar keine Angst vor irgendeatwas hat, ging es mit dem Kommentar hinüber "Das hält schon, und tief ist der Kanal auch nicht" Vorher sah man das Wasser an einer Stelle fließen, ein Blick zurück entlarvte dann die wahre Tiefe von 10m oder so. Aber es ist ja nichts passiert. Wie die Bilder zeigen war das Wetter sehr wechselhaft. Hinauf hat es geschneit, oben hingen die Wolken, auf Sarkofagen schien die Sonne und hinunter war es bedeckt. So ist das hier oben noch was zur Landschaft. Hier oben gibt es Schnee
und Steine:
Alles andere bleibt dem Nordmann verborgen, abgesehen von ein bisschen braunem Gras, vereinzelten kleinen Blümchen und Wollgras. So ist das hier oben, da wächst nicht viel, aber trotzdem gibt es hier genug Holz. Wieso Bloß?
Unsere kleine Wanderung war schon Donnerstag, aber trotzdem bin ich jetzt fertig und ruh mich aus. Freu mich, auch mal was von euch zu hören.
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