Da kommt auch schon das nächste Erlebnis, welches den nichtsahnenden Studenten überfällt. Nach der Ankuft stellt sich schnell heraus, dass man etwas zu essen haben möchte. Als nichts wie in die "Stadt" zum Supermarkt. Als Clausthaler kommt einem bei Anbetracht des Milchregals schnelle in den Sinn: "... das hatten wir mal". Denn am ersten Tag war sozusagen die Milch einfach aus, genau wie die "billigen" Nudeln. Und darauf kommt es an, billig muss es sein, sonst ist man Pleite bevor auch nur eine Woche vergangen ist. Als Beispiel möge dienen, dass ein Liter der besagten Milch mal locker 2,5€ kostet(und bei uns schreien sie bei 80 cent...) und Apfelsaft teurer ist als am Flughafen in Oslo, Gott sei Dank gibt es auch billigere Marken. So rennt man durch den Laden und sucht das günstigste von dem was man haben möchte. Wenn man Glück hab gibs Dinge zum halben Preis, weil sie in ein Paar Wochen ihre Haltbarkeit einbüßen. Aber über kurz oder lang hat man das auch verdrängt und das Preisniveau ist dann eben normal. Nichts desto trotz hat der Supermarkt ansonsten alles zu bieten, was das hungrige Maul eines Studenten zufrieden stellt und schließlich ist hieroben doch ganz schön weit weg.
Unsere Unterkunft liegt ein bisschen weit weg vom Zentrum mit Uni und dem Suopermarkt, so dass der Weg in den Ort zu Fuß doch eine geschlagene halbe Stunde dauert - ich brauch unbedingt ein Fahrrad. Auch wenn mein neues Zuhause Brakke (Baracke) 11 ist, handelt es sich um ein schönes Studentenwohnheim. Unser Flur ist im Moment leider noch sehr leer, aber vielleicht kommen ja heute und morgen noch ein Paar Leute. Die zehn Quadratmeter sind nicht groß aber nett eingerichtet, Küche und Bad sind ebenfalls gut ausgestattet und sauber. Ein Brauch ist es auch egal wo man ist, am Eingang seine Schuhe auszuziehen und auf Socken durchs Gebäude zu laufen - auch in der Uni. Im Eingang herrscht dann riesieges Chaos, Till Eulenspiegel hätte bestimmt seinen Spaß damit gehabt sie durcheinander zu würfeln.
Das Bild zeigt den Blick aus meinem Fenster. In der Mitte durch den Kies fließt Longyearelva, davor sieht man den Scooterfriedhof, die passen einfach nicht zum Wetter. Und im Hintergrund die nebelverhangenen Berge von gegenüber.
Wenn das Wetter besser ist und ich Lust hab rauszugehen gibs auch Bilder von draußen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen